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07.10.2018: Wieder ein paar Erstfunde - Teil 2

Liebe Pilz-Freunde,
dies ist Teil 2 des Berichtes vom 07.10.2018
.

Teil 1 findet Ihr hier

Fundnummer: 2018-10-07-1050

Das ist die mit Abstand häufigste Art der Gattung. Einfach initialmorsche Äste, Stämme usw. von Nadelbäumen umdrehen, schon hat man sie in Massen. Fruktifiziert nahezu ganzjährig. Kenntlich am Standort Nadelholz in Kombination mit gelbem Harz an den Haaren, das aber sehr schwach ausgeprägt sein kann, hier aber deutlich ist. Die Nebenfruchtform ist häufig auch dabei, optisch winzige schwarze Pünktchen Namens Cheiromycella microscopica. Mikroskopisch attraktiv, hier aber nicht dabei gewesen, bzw. nicht danach geschaut.

Harzhaariges Hyalinbecherchen (Hyaloscypha aureliella):


















Fundnummer: 2018-10-07-1117
Dies war damals für uns beide ein erfeulicher Erstfund. Heute kennen wir 2 Standorte davon.
Zwergschüppling (Pholiota scamba)
:









Fundnummer: 2018-10-07-1128

Für uns ein Erstfund, doch sicher nicht selten. Man muss rote Arcyrien aber immer unters Mikroskop legen, um bei der Art sicher zu sein.

Weinroter Kelchstäubling (Arcyria affinis)
:






























Fundnummer: 2018-10-07-1211
Schnell nebenbei der Olivgelbe Holzritterling (Tricholomopsis decora):



Und zum Abschluss dann noch etwas kniffeliges...

Fundnummer: 2018-10-07-1304

Zu diesem Samthäubchen habe ich herausgefunden, dass die Unterscheidung velutipes - brunneidisca irgendwie nur sehr marginal möglich ist.
Als Unterschiede steht in FE zusammengefasst ungefähr das:
"velutipes: eher magere Standorte, Sporen nie (sub)mitriform, in KOH etwas dunkler
brunneidisca: eher fettere Standorte, auch auf Dung, Sporen oft (sub)mitriform, in KOH etwas heller"

Rein vom Standort her eher velutipes, aber da die Sporen z.T. klar mitraförmige Konturen haben muss ich das brunneidisca nennen. Die sind auch klar breiter als meine bisherigen velutipes-Funde aber auch velutipes soll so breite Sporen haben können. Trotzdem wegen der Sporenform komm ich da nicht vorbei an brunneidisca, also muss das so sein, auch wenn mir die Unterscheidung nicht so ganz 100% sauber erscheint.

Linsensporiges Samthäubchen (Conocybe brunneidisca)
:






Das war's für heute....
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