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08.07.2017: Drei gemischte Ziele - Teil 1


Liebe Pilz-Freunde,
wir erwarteten heut nicht besonders viel da der Regen wieder einmal (fast) aus blieb. Trotzdem versuchten ich und Matthias unser Glück in einem Mischwald und dann auf einem Waldfriedhof. Vorher schaute ich noch schnell auf einem uns sehr gut bekannten Magerrasen vorbei...

Wegen der Menge müssen wir diesen Bericht diesmal auf 2 Teile aufteilen.
Teil 2 findet Ihr hier

Wir schreiben den Bericht wieder zusammen.
Wie immer: Meine Texte sind schwarz, Matthias' Texte sind grün. ;-)
Meine Bilder sind mit einem schwarzen
, Matthias' Bilder sind mit einem grünengekennzeichnet.

Fundnummer: 2017-07-08-0817
Auf dem Magerrasen fand ich diese wunderschöne Kollektion vom
Schleimfuß-Saftling (Hygrocybe glutinipes)
Schaut Euch das Bild mal genau an - sind die Freunde nicht grandios?:



Fundnummer: 2017-07-08-0831
In der Pfanne sind mir diese wirklich sehr willkommen:
Hainbuchen-Täubling (Russula carpini)
:






Fundnummer: 2017-07-08-0848
Die Art ist hier um ein vielfaches seltener als X. longipes, dennoch aber auch keine Rarität.
Vielgestaltige Holzkeule (Xylaria polymorpha):









Fundnummer: 2017-07-08-1031
Hier kann man beim Fotografieren wahnsinnig werden, wenn die Fliegen einfach nicht stillhalten wollen. ;-)
Gemeine Stinkmorchel (Phallus impudicus):
























Fundnummer: 2017-07-08-1053
An diesem gigantischen Totholz (Buche) wucherte es von:
Zunderschwamm (Fomes fomentarius) und Rotrandiger Baumschwamm (Fomitopsis pinicola)
:



Rotrandiger Baumschwamm (Fomitopsis pinicola)
:






Zunderschwamm (Fomes fomentarius) und Rotrandiger Baumschwamm (Fomitopsis pinicola):



Zunderschwamm (Fomes fomentarius):



Fundnummer: 2017-07-08-1107
Erst 2 mal gefunden --> Freude über den
Violetten Moosbecherling (Octospora lilacina):



Fundnummer: 2017-07-08-1125

Ein wunderschöner blaugrüner Täubling...

Morphologische Daten:

Fundort:
ca. 550 müNN. ca. N50, O12, im Mischwald bei Buche, Fichte und Kiefer
Fundzeit: 08.07.2017
Wuchsform: 1 Exemplar am Standort
Hutform:
flach mit leicht niedergedrücktem Zentrum
Huthaut-Konsistenz: matt, radial-aderig, trocken, feucht leicht klebrig
Huthaut-Farbe: blaugrün, Zentrum mit Ocker-Anteil
Huthaut-Abziehbarkeit: 1/3 abziehbar
Fleischfarbe unter Huthaut
: grünlich
Hut-Fraßstellen-Rand-Verfärbung: keine
Hutrand:
nicht gerieft
Lamellen: creme-weiß, bräunend, wenige Y-Gabeln, mittel entfernt stehend, einige Zwischenlamellen, Queradern am Grund
Lamellenschneiden: glatt
Lamellensprödigkeit:
flexibel, leicht verklebend
Lamellen-Stielübergang:
gerade angewachsen
Stiel:
weiß, lila überhaucht, bräunlich-grauliche Flecken, leicht runzelig, keulig, fest, kammerig hohl, bräunend, bei Berührung keine Verfärbung
Stielbasis:
braunfleckig, kerbfaltig
Fleisch:
weiß, zur Basis hin bräunlich werdend
Größe: Hutdurchmesser ca. 11 cm, Stiellänge ca. 7,5 cm, Stieldurchmesser oben ca. 20 mm unten ca. 30 mm
Sporenpulverfarbe: es kam nichts raus
Geruch: unzerrieben neutral, Im schnitt neutral
Geschmack:
mild, nussig, auch nach längerem Kauen

Makrochemische Reaktionen:
Anilin pur: keine Reaktion
Guajak: nach 10 Sek. tief blaugrün
Eisensulfat FeSo4:
zunächst keine Reaktion, nach 9 Minuten minimal hell-oliv-günlich
Phenol: nach 2 Minuten weinbraun
KOH 40%: minimal bräunlich
Sulfovanillin: keine Reaktion
Schwefelsäure auf Huthaut: nach 40 Sek. orange-gelb

Trotzdem "nur" der Frauen-Täubling (Russula cyanoxantha):












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